Das junge Testament von Denis Dolheimer 



Vor der Schöpfung und die Genese Gottes

Vor der Schöpfung lebte das Monster Drylla, das nichts beherrschte und das jeder anbetete in ewiger Finsternis und ewiger Wiederholung. Dann kam das Licht.
Dabei war diese Welt kein energieloser Ort, Energie die in den Weiten des Alls sich veflüchtigt, gab es schon immer. Der Unterschied war, dass Etwas oder Jemand anfing diese Energie zu formen. Gott entstand in diesem Jammertal, in dem er sich von der Sünde befreite, und seine Reinheit gab er weiter. Vor der Schöpfung gab es nur die Sünde, und das Monster Drylla war deren Herr.

Woher kam aber das Monster Drylla? Da gibt es unterschiedliche Auffassungen zu. Manche sagen, es starb zwar, ward aber nie geboren, andere behaupten, dass vor dem Monster Drylla es zwei Welten des unbändigen Feuers und des ewigen Eises gab, eine Welt einer unglaublich hohen Hitze und einer Welt fast schon unendlicher Kälte. Diese führten einen ewigen und erbarmungslosen Krieg gegen einander. Und in diesen Krieg war Drylla geboren und beendete den Krieg, in dem die Kälte gewann. Drylla wurde zum Herrn der Kälte und der Sünde ernannt, und es beherrschte die Finsternis und herrschte in ewiger Wiederholung sündenhafter Exzesse. Gott aber besiegte Drylla in dem er die Zeit einführte und sein Licht in das gesamte Universum scheinen ließ.

Was war aber vorher vor dem Krieg zwischen Feuer und Eis? Nun, man kann sagen da war nichts, aber kein reines Nichts. Die Menschen sagen zwar gerne "von Nichts kommt nichts", aber wenn Nichts nicht rein ist, dann kann es sein, dass in vereinzelten Ausnahmefällen von Nichts doch etwas kommt. Die Aussage "nichts ist unrein" sagt aus, dass Reinheit überall ist oder sein könnte. Und eben ist Reinheit, die wir als Gesundheit und Ordnung definieren, unabdingbar für Funktionen, die unabdingbar für das Leben sind. Denn das Reine lebt und das Unreine stirbt.
Also war die Welt vor der Zeit ein Ort voller Scheiße, woher kam aber die Scheiße, wer hatte sie verursacht? Nun es war das Monster Drylla, das in ewiger Wiederholung lebte und sich selber ständig von neuem zeugte. Man darf nicht vergessen, dass eben Scheiße das ist, woraus Pflanzen gedeihen. Also muss es Scheiße und zuviel Scheiße gegeben haben, woraus die Natur entstand. Die Natur entstand aus Scheiße, die das Monster Drylla aus sich gegeben hatte in ewiger Wiederholung. Und Gott machte sich rein, so bezwang er das Monster Drylla.

Nachdem Gott Drylla bezwang schottete er das Universum von ihm ab. Um das Universum abzuschotten baute er den Äther. Der Äther hängt von der Basistemperatur von 0°-Kelvin ab und trennt die Welten von einander. Man müsse schneller der sogenannten Lichtgeschwindigkeit sein um den Äther zu durchbrechen. Der Äther ist der absolute Raum. Hinter ihm befindet sich der relative Raum in dem das Monster Drylla lebt. Beständig und gierig schaut Drylla auf das Universum und versucht einzubrechen, schafft es jedoch nicht, denn Gott ist sehr wachsam. So baute Gott einen Ort für sich und seine Tiere, Pflanzen und Menschen. Das sind die zwei Welten. Auf dreierlei Art reist man zwischen den Welten: in Gedanken und Phantasie, durch Überlichtgeschwindigkeit und durch den Tod. In Dryllas Welt gibt es keine Zeit, im Universum Gottes gibt es Zeit. Und es entwickelt sich und dehnt sich immer mehr aus.

Licht dehnt sich fünfdimensional aus, die drei Raumdimensionen und die zwei Dimensionen der Wärme. Und die Imaginäre Zahl ist die Schöpferin aller Realitäten. Das Universum ist zwar unendlich groß, es existiert aber daneben noch der Nullraum. Masse entsteht durch das Spannungsverhältnis zwischen 0 und ∞. Die Raumzeit ist eine Scheibe. Ein anderes Wort für Raumzeit ist Entropie.

Aus dem Nichts kam ein Impuls und breitete sich im Universum aus. Es entstanden zwei Welten, eine Welt des Triebes und eine Welt der Allmacht. Denn weil die Entropie ein gewisses Energieniveau hat, überwand der Impuls die Entropie und stieg in die Allzeit auf. Aus der Allzeit heraus zeugte sich der Impuls erneut und multiplizierte sich. So entstand Gott.